Warum ich heute Frauen begleite, die nur noch funktionieren
 

Ich weiß, wie es sich anfühlt, sich selbst zu verlieren.

 

Nicht, weil ich es in einem Buch gelesen habe oder weil ich es gelernt habe.

 

Sondern weil ich selbst viele Jahre genau so gelebt habe.

 

Ich war für alle da, habe funktioniert, organisiert, gekämpft und versucht, allem gerecht zu werden. Nach außen schien ich stark zu sein. Doch innerlich hatte ich mich selbst immer mehr verloren.

 

Damals wusste ich noch nicht, dass genau dieser Weg mich eines Tages zu meiner heutigen Aufgabe führen würde.

 

Als sich mein Leben von einer Sekunde auf die andere veränderte

 

Als mein Sohn Alexander geboren wurde, änderte sich unser Leben schlagartig.

 

Kurz nach seiner Geburt erhielten wir die Diagnose Down-Syndrom und ein schwerer Herzfehler. Plötzlich war nichts mehr selbstverständlich. Ich hatte das Gefühl, der Boden würde mir unter den Füßen weggezogen.

 

Ich war verzweifelt und fragte mich immer wieder: Warum wir?

 

Dann las ich einen einzigen Satz, der meine Sicht auf alles veränderte:

 

„Der liebe Gott weiß, wo er so ein Kind hingibt, damit es ihm gut geht.“

 

Ob man Gott, Universum oder höhere Kraft dazu sagt, spielt für mich keine Rolle. Dieser Gedanke gab mir etwas zurück, das ich fast verloren hatte: Hoffnung.

 

Eine Entscheidung veränderte unser Leben

 

Ich traf damals eine Entscheidung.

 

Nicht die Diagnose sollte bestimmen, wie unser Leben aussieht.

 

Sondern wir.

 

Von diesem Moment an konzentrierte ich mich nicht mehr auf das, was nicht möglich war, sondern auf das, was Schritt für Schritt wachsen durfte.

 

Ich lernte, Chancen zu sehen, wo andere nur Grenzen sahen. Ich suchte nach Möglichkeiten statt nach Ausreden und gab die Hoffnung niemals auf.

 

Heute arbeitet Alexander seit vielen Jahren als Koch, lebt selbstständig und durfte sogar den Wiener Opernball mit eröffnen.

 

Darauf bin ich unglaublich stolz.

 

Nicht, weil immer alles leicht war.

 

Sondern weil ich gelernt habe, dass oft viel mehr möglich ist, als wir am Anfang glauben.

 

Während ich für alle da war, verlor ich mich selbst

 

So sehr ich mich um meine Kinder kümmerte, so wenig kümmerte ich mich um mich selbst.

 

Ich wollte stark sein. Ich wollte alles schaffen. Ich wollte niemanden enttäuschen.

 

Doch irgendwann funktionierte ich nur noch.

 

Ich war eine Hülle ohne Inhalt.

 

Die Freude verschwand, ich hatte kaum noch Kraft und wusste gar nicht mehr, wer ich eigentlich war.

 

Heute weiß ich, dass viele Frauen genau dieses Gefühl kennen.

 

Man verliert sich nicht von heute auf morgen.

 

Es sind die vielen kleinen Momente, in denen man die eigenen Bedürfnisse immer wieder hinten anstellt.

 

Der Weg zurück zu mir

 

Irgendwann wusste ich, dass es so nicht weitergehen konnte.

 

Ich übernahm Verantwortung für mein eigenes Leben, löste alte Muster und begann, mein Denken zu verändern.

 

Mit der Zeit lernte ich, wieder auf mich selbst zu hören, meiner Intuition zu vertrauen und Schritt für Schritt zu mir selbst zurückzufinden.

 

Es war kein gerader Weg.

 

Aber mit jedem kleinen Schritt kamen Ruhe, Freude und Leichtigkeit wieder zurück in mein Leben.

 

Vor allem aber fand ich wieder die Verbindung zu mir selbst.

 

Warum ich heute Frauen begleite

 

Genau deshalb begleite ich heute Frauen, die nur noch funktionieren.

 

Frauen, die ständig für andere da sind und sich selbst dabei aus den Augen verloren haben.

 

Ich möchte ihnen zeigen, dass Veränderung möglich ist.

 

Nicht, weil das Leben plötzlich keine Herausforderungen mehr bereithält.

 

Sondern weil wir lernen können, anders damit umzugehen.

 

Ich habe nicht nur gelernt, mit schwierigen Situationen umzugehen.

 

Ich habe gelernt, mich selbst dabei nicht zu verlieren.

 

Und genau das wünsche ich heute jeder Frau.

 

Mein Wunsch für dich

 

Vielleicht erkennst du dich in meiner Geschichte wieder.

 

Vielleicht hast auch du das Gefühl, nur noch zu funktionieren und gar nicht mehr zu wissen, wann du das letzte Mal wirklich Freude gespürt hast.

 

Dann möchte ich dir eines mitgeben:

 

Du musst nicht so weitermachen.

 

Es ist möglich, wieder zu dir selbst zurückzufinden.

 

Schritt für Schritt.

 

Ich begleite dich dabei von Herzen.

 

 

Vielleicht ist genau heute der richtige Moment, wieder dich selbst an erste Stelle zu setzen.